Kunstpädagogische Gruppenintervention in der zweiten Klasse

von Benedikt Remigius

Die Kinder arbeiteten paarweise und nahmen sich gegenseitig bewusst wahr, bevor sie mit Wasserfarben ein Porträt ihres Partners gestalteten. Dabei ging es weniger um „richtiges“ Zeichnen als um genaues Hinschauen, das Erkennen von Besonderheiten und den respektvollen Umgang miteinander. Die Aktivität förderte nicht nur die zeichnerischen Fähigkeiten, sondern auch soziale Kompetenzen wie Empathie, Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Im anschließenden Austausch präsentierten die Kinder ihre Bilder und beschrieben, was ihnen am Gegenüber aufgefallen ist. So entstand ein geschützter Raum, in dem Unterschiede sichtbar und gleichzeitig anerkannt wurden.
Die Intervention zeigte, dass künstlerische Prozesse im Grundschulalter eine wirkungsvolle Möglichkeit bieten, Wahrnehmung, Ausdruck und soziales Lernen miteinander zu verbinden.

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